Alles was ihr wissen müsst!

Unser Projekt ist eigentlich sehr einfach. Wir sammeln mit vergessenen Menschen vergessenes Obst – und stellen daraus Säfte und Schorlen her, die wir verkaufen, um dann noch mehr Leuten aus Randgruppen einen Platz am ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Trotzdem gibt es zu der Idee und den dazugehörigen Themen immer wieder Fragen. Wir haben hier mal die häufigsten zusammengefasst, wenn Ihr danach immer noch grübelt, ruft an, emailt uns oder kommt einfach mal auf ein Getränk in unserem Saftladen vorbei!

Wer kommt auf so eine Idee?

Bei uns war es Jan, Gründer und Geschäftsführer von „Das Geld hängt an den Bäumen“. Als er unter einem Apfelbaum in seinem Garten lag und sich überlegt hat, wie viele dieser wertvollen Ressource jedes Jahr in Gärten und auf Wiesen einfach vergammeln und welche Möglichkeiten es gäbe, diese zu sammeln und zu verwerten. Und da Jan es nicht bei einem Gedanken lassen kann, wurde daraus in kurzer Zeit unser Projekt, welches jetzt seit über 10 Jahren für die leckersten und sozialsten Säfte und Schorlen aus der Region Hamburg sorgt.

Was genau macht ihr?

Wir sammeln mit vergessenen Menschen aus Randgruppen Obst, welches normalerweise nicht geerntet werden würde. Das können öffentliche Streuobstwiesen und Grünanlagen aber auch private Flächen und Gärten sein. In einem traditionellen Verfahren stellen wir daraus Säfte und Schorlen ohne Zusatzstoffe her, die wir verkaufen. Aus den Erlösen finanzieren wir die Arbeitsplätze unserer mittlerweile über 20 Mitarbeiter. Wir konnten sogar einen eigenen Garten -und Landschaftspflegebereich etablieren. Mit unserem Saftmobil kommen wir zu Events  und machen Social Days  für Unternehmen, Behörden, Schulen und Ehrenamtliche. Unser Saftladen ist stetig gewachsen und soll weiterhin größer werden.

Kann man das Projekt unterstützen?

JA! Ohne unsere Partner, Fans und Freunde würde es uns so nicht geben… neben Geld und Sachspenden freuen wir uns gerade in der Erntezeit über helfende Hände. Auch fallen immer wieder Aufgaben an, wo wir uns über ehrenamtliche Hilfe freuen, sei es in der IT, Grafik, Beratung oder auch durch Netzwerk, Weiterempfehlung und Engagement

Wo kann man Euch kaufen?

Hier, und wir liefern direkt vor Eure Haustür 😊.. alternativ findet ihr uns in vielen Geschäften, Restaurants, Cafés und Hotels.

 Was heißt „vergessene Menschen aus Randgruppen“?

Wir wählen hier bewusst den Begriff „vergessen“, da viele unserer Mitarbeiter fast unsichtbar für die Gesellschaft waren. Sie lebten still und leise an Rand. Hier können körperliche oder seelische Einschränkungen, Migration oder persönliche Schicksalsschläge der Grund dafür sein, dass sie nicht mehr an einem geregelten Arbeits -und Sozialleben teilnehmen konnten. Diesen Menschen wieder einen Platz und einen (Selbst-)Wert in der Mitte der Gesellschaft zu geben, ist unsere größte Motivation.

…und ist die Bezeichnung nicht diskriminierend…?

Nein, finden wir nicht. Eine deutliche Sprache ist wichtig um Probleme in der Gesellschaft klar zu machen. Aus der Erfahrung, den Gesprächen mit Kunden und Interessierten und der Zusammenarbeit im Team finden wir ihn sogar mehr als treffend.

Sind bei euch alle behindert? 

Um das zu beantworten, müsste man die Frage „was genau heißt denn behindert“ definieren. Ist ein Brillenträger behindert? Ein Ungeduldiger? Manche sagen ihre Familie ist eine Behinderung. Wenn es darum geht, einen offiziellen Ausweis zu besitzen, dann nein… was nicht heißt, dass wir nicht alle sehr individuell sind 😊. Die Idee ist es, jeden Mitarbeiter nach seinen Fähigkeiten und Stärken einzusetzen und dadurch Hand in Hand ein tolerantes, motiviertes Arbeitsklima zu schaffen.

Was unterscheidet Eure Säfte von anderen?

Neben dem sozialen Charakter werden sie zu 100% ohne Zusatzstoffe hergestellt. Verwendet werden meist traditionsreiche historische Sorten, was dazu führt, dass unsere Säfte nicht nur sehr intensiv und lecker schmecken, sondern zum Teil sogar von Allergikern vertragen werden. Unser Saft ist garatiert immer anders und immer lecker.

Woher kommen die Äpfel?

Das können Streuobstwiesen, die wir auch selbst anlegen und pflegen, Grünanlagen aber auch private Flächen, Golfplätze und Gärten sein. Wir freuen uns auch über Apfelspenden, jedes Jahr haben wir bei Partnern große Schütten stehen, wo Menschen ihre Äpfel vorbeibringen können. In Jahren mit schlechter Ernte kaufen wir von sehr ausgewählten Händlern auch manchmal dazu. Infos zur Ernte

Verdient ihr damit Geld?

Das ist unser erklärtes Ziel! Ohne Moos nix los, auch bei uns. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass jeder Cent der übrig bleibt, zu 100% wieder zurück in das Projekt fließt. Das machen wir, weil wir gemeinnützig sind… und wir noch mehr Menschen die Chance auf einen wertschätzenden Arbeitsplatz und Teilhabe geben wollen. Die Umwelt hat auch was davon: neue Bäume, Biotope und Ressorcenschutz.

Was versteht ihr unter Nachhaltigkeit?

Viele nutzen den Begriff für wischi-waschi und Greenwashing. Nachhaltigkeit ist so grob definiert, dass jede „Gute Tat“ so genannt werden kann. Bei uns gibt’s Butter bei die Fische:

Soziale Nachhaltigkeit bedeutet konkret Arbeitsplätze für Menschen aus Randgruppen zu schaffen und so langfristig eine gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Integration im Leben zu gewährlisten.

Ökologische Nachhaltigkeit bedeutet mit den Ressourcen der Umwelt so umzugehen, dass sie auch für morgen reichen. Gegen den Klimawandel kann man nur aktiv vorgehen: Emissionen einspaaren und Bäume pflanzen!

Ökonomische Nachhaltigkeit: Hier leben wir nach dem Motto der schwäbischen Hausfrau: Es wird nur das ausgegeben, das wir auch einnehmen. Wir denken, dass die Wirtschaft für den Menschen da ist, nicht umgekehrt, deshalb investieren wir jeden Cent in Arbeitsplätze.

Warum Ressourcenschutz?

Wir haben nur einen Planeten mit begrenzten Ressourcen, die müssen wir so verteilen, dass jeder etwas davon hat. Wir können nicht einerseits tonnenweise Äpfel verrotten lassen und andererseits auf Plantagen überdüngtes, gespritztes Obst anbauen.

Unser System: Wir nutzen Obst, das sowieso da ist, von Flächen, die biologisch intakt und vielfältig sind.

Wir sind:

Nach- haltig

Bei uns bleibt nichts liegen. Wir nutzen Obst, das sonst ungenutzt bliebe. Und machen Saft, den alle genießen können.