Eine kleine Übersicht über die Lage und wie wir mit der Ausnahmesituation während der Pandemie klar kommen.

COVID19, Corona, SARS-Cov2… drei Ausdrücke für etwas, das uns alle stark getroffen hat. Keiner wusste von Anfang an, wie er damit umgehen sollte aber wir haben gesagt „Vorsicht ist besser als Risiko“ und haben schnell gehandelt. Unsere Verwaltung hat viel im Homeoffice gearbeitet, der Vertrieb hat die Ware mit Distanz ausgeliefert und die Gärtner? Die sind ja sowieso meist draußen und haben Abstand, aber wenn man sich nahe kommt…dann ohne Körperkontakt und mit Mundschutz!
So ging es los und wir stellten fest: Die Pandemie geht nicht so schnell wieder weg und wir müssen damit leben. Für uns stand erstmal „ÜBERleben“ im Mittelpunkt, denn viele unserer Kunden sind Gastwirte, die ihre Standorte schließen mussten. Laden zu à keine Gäste, keine Gäste à kein Umsatz, kein Umsatz à keine Schorle, keine Schorle à Flaute bei Das Geld hängt an den Bäumen!

Was nun? Herumsitzen und Füße hoch war keine Option, denn wir brauchen Einnahmen, um die Gehälter unserer großartigen Jungs und Mädels zu finanzieren. Entlassen? Nein, wir wollen Arbeitsplätze SCHAFFEN, nicht vernichten.
Außerdem passt prokrastinieren nicht zu unserem Spirit, der „Yes we can!“, „Wir schaffen das!“ und „was du heute kannst besorgen…“ verbindet.

Wieder einmal konnten wir uns auf Helfer und Freunde verlassen. Ein lieber Stammkunde rief an und sagte: „Wir möchten gerne 20 000 Flaschen von eurem leckeren Nachbars Garten Apfelsaft pur… per Vorkasse, lasst euch Zeit mit der Lieferung.“
Das ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder?
Atze Schröder und Till Hoheneder haben uns unterstützt, wo sie konnten: Wir wurden ausführlich im Podcast „Zärtliche Cousinen“ vorgestellt und Atzes Vorhaben für seine Fans, 10 000 Bäume zu pflanzen, wurde in die Wege geleitet.
Obwohl auch in der Arena tote Hose, nein nicht „DIE toten Hosen“, war, haben wir für Barclaycard im Fame Forest Bäume gepflanzt. Diese werden dann den Stars übergeben, wenn wieder Remmi-Demmi ist in der Arena.
Im Sozialen und Ökologischen gibt es viel Verbesserungspotenzial, aber bei der Pandemie hat die Regierung mit Lockdown, Social Distancing und Hygienemaßnahmen aus unserer Sicht gut reagiert…für uns ein Segen, denn schon wenige Monate später haben unsere Gastrokunden wieder bestellt! Unser Umsatz ist noch nicht auf dem Niveau von vor der Krise, aber, wir sind auf dem Weg!

Gesundheitlich ist die Krise nicht spurlos an uns vorbei gegangen, ein Mitarbeiter lag lange flach, konnte aber schließlich durch viel Durchhaltevermögen und Kraft wieder gesund werden.
In der Garten- und Landschaftspflege gab es plötzlich auch mehr Probleme als wir erwartet hatten. Da Wirtschaftskrise war, legten unsere Kunden den Fokus auf wirklich essenzielle Ausgaben und so mussten die Gärten und Grünflächen ein bisschen wuchern. Den meisten ging es bald besser und sie waren froh, dass unsere Grünzeugexperten wieder angerückt sind, aber den Umsatzausfall konnten wir so nicht wettmachen. Stattdessen war Kurzarbeit die nötige, aber sehr schmerzhafte Alternative.

Was macht man, wenn man als Alleinverdiener seine Familie ernähren muss, vielleicht noch kranke Partner oder Kinder zuhause hat? Was ist, wenn man regelmäßig Kredite bedienen muss? Schon 20% weniger Geld kann den Ruin bedeuteten. Zusammenhalt gilt in unserem Team nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Wirklichkeit, so haben die, die es verkraften konnten größere Einschnitte gemacht als andere. Wir sind sicher, dass es sich irgendwann wieder ausgleicht.

Manche hatten weniger zu tun, weil die Aufträge fehlten, aber gerade in der Verwaltung war mehr zu tun. Kurzarbeit rechtlich und buchhalterisch korrekt einführen, die so unglaublich wichtigen Spenden einwerben, das alles kostet Kraft. Die Überstunden, die früher oft gemacht wurden, waren durch Kurzarbeit nicht mehr möglich, und Delegieren geht auch nicht mal schnell. Irgendwie haben wir uns aber durchgewurschtelt.
Ein großer Teil von uns sind die Events, bei denen wir die Botschaft „Inklusion“ direkt unter die Leute bringen. Die Schorlehelden, Simon und Samuel ganz vorne mit dabei, die sich sehr freuen, mal raus zu kommen und eine Abwechslung zu haben.
Wir haben so ein großartiges kleines Saftmobil, und wenn wir damit irgendwo aufkreuzen, sind erstmal alle Augen bei uns. Leider wurde durch die Pandemie vorerst alles abgesagt, und so war eine Herzensangelegenheit von uns – der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort – erstmal eingeschränkt. Das hinterlässt auch finanziell Spuren.

a portrait of Jan

Zum Glück kamen nach wie vor Menschen in den Hofladen und kauften unsere Produkte. Ein Hoffnungsschimmer, denn das ganze Team begrüßt gerne Gäste (nur mit Mund-Nasenschutz und Abstand!), und die, die Geld bei uns lassen, sind uns natürlich eine extrem große Freude.
Gesellschaft heißt Zusammenleben, und der Staat ist dafür da, den Schwächsten zu helfen. Für uns war es unabdingbar, dass die Bundesregierung und die Stadt Hamburg Soforthilfe zur Verfügung gestellt haben. Wir haben nicht gesagt: „Oh schön, jetzt können wir feiern gehen“, sondern natürlich jeden Cent in unseren Fortbestand gesteckt und wir sind unglaublich dankbar.
So geht Solidarität: Denen, die es brauchen, wird geholfen, und nicht: die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Bei Das Geld hängt an den Bäumen ist Solidarität schon lange das Prinzip, und wir sind zuversichtlich, dass die Pandemie auch einen Wertewandel bringt. Man konnte sehen, wie fragil die Weltcommunity ist, und in Zukunft wird vielleicht nicht mehr jeder „Ich, ich, ich!“ schreien, wenn’s um Zuwendungen geht, sondern „Wer braucht’s am meisten?“. Nicht „höher, schneller, weiter“ ist die Devise, sondern „gemeinsam“, „jeder für jeden“. Man wird ja noch wünschen dürfen. Vielleicht geht ein Teil davon in Erfüllung. 😊

Wir müssen nicht nur zuversichtlich sein, sondern wir wollen es. Das Geld hängt an den Bäumen steht für alternativ, anecken, unkonventionell aber vor allem auch für Freundschaft, Teamwork und Vertrauen. Darauf bauen wir, zusammen mit euch, unseren Partnern, Freunden, Fans, Kunden, Spendern und Unterstützern.

Wir sind:

Nach- haltig

Bei uns bleibt nichts liegen. Wir nutzen Obst, das sonst ungenutzt bliebe. Und machen Saft, den alle genießen können.