Diese Seite ist mit Unterstützung des Projekts MoinZukunft vom Hamburger Klimafonds entstanden, Danke dafür!

Klimaschutz und Das Geld hängt an den Bäumen… wie passt das zusammen? Sehr gut, wie wir finden! Klimaschutz bedeutet nicht nur Energie- und Mobilitätswende, sondern auch regionales Wirtschaften, Ressourcenschutz und Kompensation von Treibhausgasemissionen.
MoinZukunft verfolgt das gleiche Ziel wie wir: Klimaschutz, bei dem jeder mitmachen kann. Es geht vor allem ums Vernetzen.

Das Projekt finanziert sich aus dem Hamburger Klimaschutzfonds, der sich auf die Fahne geschrieben hat, Hamburg reif für die Zukunft zu machen. Er unterstützt Projekte, die pädagogisch, wissenschaftlich, kulturell, kommunikativ oder praktisch Einfluss nehmen und in die Köpfe der Hamburger und deren Umfeld gehen…solche wie wir. Ausführliche Infos zum Klimaschutzfonds gibt es hier.

Wir sind seit 10 Jahren Champions im Networking und kennen seeeeehr viele Hamburger, Norddeutsche und Weltenbürger, die mit uns der Erderwärmung entgegenwirken. Einige davon stellen wir euch in der nächsten Zeit vor. Auf Facebook, Instagram und auf dieser schönen, interessanten Seite.
Regionales Wirtschaften: Von Anfang an steht bei uns die Arbeit mit der Stadt und für die Stadt im Mittelpunkt. Es begann so: Unser Gründer Jan Schierhorn saß in seinem Garten und sah, wie die Äpfel von den Bäumen fielen und er und seine Familie gar nicht genug Apfelkuchen backen und -mus kochen konnten, um sie alle zu verwenden.
Nach der „Apfelzeit“ ging er in den Bioladen und kaufte Äpfel. So ging es ihm, seinen Nachbarn und der Mehrheit der Hamburger.

Die Metropolregion Hamburg ist eines der größten Obstanbaugebiete Europas, und keiner nutzt die Früchte? Kann ja nicht sein. Also fand er eine Verwendung für das vergessene Obst.
In der ganzen Stadt gibt es „vergessene Menschen“, die gerne arbeiten möchten aber keinen Job finden. Jan zählte eins und eins zusammen und zog los: Menschen mit Behinderung, Migrationshintergrund, chronischen Krankheiten, ohne Berufsausbildung, Langzeitarbeits- und Obdachlose ernteten Äpfel in privaten Gärten im Stadtteil, und in einer Mosterei wurde Saft daraus gemacht.
Zuerst fanden ein paar Flaschen ihre Liebhaber unter Freunden und Verwandten der Projektbeteiligten. Naturtrüber Apfelsaft ohne Zusatzstoffe geht doch immer, oder?

„Aus Hamburg für Hamburg“ ist nicht nur ein Spruch, sondern das Prinzip. Wieso Äpfel aus Südeuropa importieren, nur weil sie ein bisschen süßer sind? Wir nannten den Saft „Nachbars Garten“, und das ist nach wie vor Programm. In einem Jahr schmeckt der Saft süßer, im nächsten Jahr saurer. Wir arbeiten mit der Natur, und bei Mutter Erde kann man keine Bestellung aufgeben. Unsere Freunde verstehen das und wissen es zu schätzen, denn eines ist klar: Der exzellente Saft genügt höchsten Ansprüchen. Er schmeckt immer, aber immer anders!
Regionales Wirtschaften bedeutet Klimaschutz, denn es werden Transportwege eingespart und lokale Strukturen gefördert. Wir helfen den Menschen vor Ort, indem wir Obst aus der Metropolregion nutzen und unsere Produkte an Menschen von hier liefern.

Ohne Geschichte verkauft sich das Produkt nicht, und Ressourcenschutz ist ein großer Teil dieser Geschichte. Es geht darum, ein wertvolles Produkt aus ungenutzten Ressourcen herzustellen und somit Flächen, auf denen intensive Landwirtschaft betrieben wird, für wilde Pflanzen, Tiere und Erholung freizugeben. Gerade in und um Hamburg, wo viel gebaut wird, brauchen wir das.
Ressourcenschutz heißt Klimaschutz, denn die Pflanzen, die auf den freien Flächen wachsen, binden CO2.

So läuft’s bei Das Geld hängt an den Bäumen in allen Bereichen – regional, sozial, nachhaltig. Wir pflanzen eigene Bäume auf von uns gepachteten Flächen, um wiederum Treibhausgase zu kompensieren und historische Apfelsorten zu erhalten. Dabei sollen in die Jahre gekommene Bäume nicht gefällt werden, weil der Apfelertrag nicht mehr stimmt, sondern sie dürfen ihr Rentnerdasein genießen.
Nach dem Ableben bleiben sie als Insektenhabitat erhalten. Durch regelmäßige Pflege der Streuobstwiesen können wir nicht nur den Obstertrag steigern, sondern auch das Wachstum der Bäume und somit die Bindung von Kohlenstoffdioxid.

Äpfel ernten und Bäume pflanzen, einfach so, reicht nicht. Es ist Zeit für einen Perspektivwechsel. Wir organisieren Social Days, bei denen wir mit Kindern, Jugendlichen, Geflüchteten und auch mit Führungskräften renommierter Unternehmen losziehen und vor Ort präsentieren, wie Umwelt- und Klimaschutz gemeinsam mit sozialer Inklusion aktiv gestaltet wird. Die Teilnehmer sagen immer wieder: „Wow, so eine interessante Tätigkeit, ich möchte dieses Projekt unterstützen und selbst helfen ‚die Welt zu retten‘, indem ich das Klima schütze. Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und vergessenen Menschen aus sozialen Randgruppen für die Umwelt ist eine tolle Abwechslung, und ich habe neue Freundschaften geschlossen.“

So schaffen wir Veränderung und das Bewusstsein, dass jeder von uns helfen kann, die Erderwärmung zu verhindern. Pflanzen sind dabei nicht nur hilfreich, sondern essenziell.

Genauso sind wir für unsere Mitarbeiter da: Wie zahlen ausreichende Gehälter, so dass sie im Bioladen um die Ecke einkaufen können, und empfehlen, mal mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. U- und S-Bahn sind sowieso die erste Wahl auf dem Weg zum Job.

Ökostrom ist unser Ding: Unsere Computer, die Etikettiermaschine, Gabelstapler, Lampen und Co. laufen damit, und wieder profitieren die Mitarbeiter davon: Es gibt einen Rabatt für Angehörige des Saftladens, wenn sie einen Vertrag abschließen.

Viele Wege führen nach Rom, und noch mehr zu einer Welt, in der man auch morgen noch gut leben kann. Wir gehen sie, und unsere Fans und Freunde sollen mitkommen!