Simon ist seit Beginn des Projekts dabei.

Simon ist von Anfang an dabei. Zunächst als Mitarbeiter der Winterhuder Werkstätten, später dann der Elbe-Werkstätten, hat er die ersten Äpfel von den Bäumen geholt. Längst hat Simon seinen Vertrag in der Tasche, den er auch sicher nicht wieder hergeben wird. Das trifft sich sehr gut, denn wir geben Simon auch nicht wieder her.

Simon ist Autist und einer unserer sorgfältigsten Mitarbeiter, was mitunter auf seine Arbeitsgeschwindigkeit geht. Man kann eben nicht alles gleichzeitig gut und schnell machen und das finden wir so genau richtig. Er hatte mit Vorurteilen zu kämpfen, bevor er zu uns kam, Menschen haben ihn nicht geschätzt, weil er nicht „funktioniert“. Simon funktioniert sehr wohl, nur eben anders. Wir wissen mittlerweile wie und können gezielt seine Stärken fördern. Wir erklären gerne drei- oder viermal wie der Hase läuft.

Simon ist immer freundlich und zuvorkommend zu uns, denn auch er weiß, nicht jedes Unternehmen nimmt sich so viel Zeit die Mitarbeiter individuell zu betreuen. Wir schon und wir investieren, damit der Arbeitsplatz zu Simon passt, nicht umgekehrt.

Warum wir nicht einen einfacheren Mitarbeiter einstellen? Simon ist ein Super-Typ und er soll eine Chance bekommen, genauso wie unsere Gehörlosen, ehemaligen Wohnungslosen, chronisch Kranken und Mobbing-Opfer. Bei uns gibt’s professionelles Chaos, aber es wird nichts gemopst und keiner gemobbt, deshalb mag auch Simon uns.

Wenn Simon mit Andreas unsere Säfte ausfährt, dann ist es so, als wäre die Polizei mit an Bord, Falschparken ist dann nicht erlaubt. Singen allerdings schon. Denn Simon singt nicht nur gerne, sondern auch laut. Egal wo. Simon arbeitet mit Samuel in unserem Getränkelager, etikettiert mit besonnener Sorgfalt unsere Flaschen, weiß genau, wo das Geld an den Bäumen hängt und ist auch immer wieder bei Aktionen dabei. Dort erzählt er Kunden und Freunden, was wir machen. Seine Art kann man kaum  beschreiben, aber er verstellt sich nicht und wenn man  ihn kennen lernt schließt man ihn ins Herz. Simon ist begeisterter Fußball-Fan. Wer ihn schon mal auf der Tribüne hat stehen und singen sehen, lernt eine ganz andere Seite kennen. Zurzeit verursacht seine Liebe zum HSV viel Leid, aber Simon sagt: „Einmal Fan, immer Fan“ Man wechselt nicht einfach den Club.

Wir wollen, dass Simon bleibt und es ihm gut geht, deshalb machen wir auch mal einen Umweg.

Unterstützt uns, damit wir Simon langfristig helfen können

Wir sind:

Nach- haltig

Bei uns bleibt nichts liegen. Wir nutzen Obst, das sonst ungenutzt bliebe. Und machen Saft, den alle genießen können.