Apfelpflücken mit dem FC St. Pauli im Alten Land: sozial, sportlich, nachhaltig und unkonventionell

TKE – Am 09.09.15 hatten wir die große Gelegenheit mit Mitarbeitern und der Mannschaft des FC St. Pauli eine große Aktion durchzuführen. 3,5 Tonnen Äpfel der Sorte Delbarestivale haben wir an diesem Tag auf dem Gut unseres Partners „Peter Feindt Apfelhof „ gemeinsam pflücken können.

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Bevor die Mitarbeiter und die Mannschaft des Vereins überhaupt anreisten, mussten wir von „Das Geld hängt an den Bäumen gGmbH“ noch umfangreiche Vorbereitungen durchführen. Ein Erntetag läuft in etwa so:

Wir treffen uns im Büro des Unternehmens um letzte Details abzustimmen. Welcher Mitarbeiter fällt außerplanmäßig aus? Wer kommt verspätet? Können alle Beteiligten problemlos anreisen? Haben unsere Partner alle Informationen? Wer fährt in welchem Fahrzeug? Wer nimmt das Material mit? – Wir nennen es immer kreatives Chaos –

Dann geht’s endlich los! Die letzten Dinge werden in den Autos verstaut, der Anhänger angekoppelt and schließlich fahren wir ca. 45 Minuten nach Jork . Dort wartet schon die Familie Feindt und heißt uns herzlich willkommen. Auch Alexander und Dirk helfen heute als ehrenamtliche Pflücker.

Besprechung nach der Ankunft

Die Arbeit kann beginnen: Tische und Bänke aufbauen, das Saftmobil aufstellen, unsere leckeren Säfte kühlen, Kaffee vorbereiten etc.

Dann haben wir ein bisschen Zeit zur Erholung, aber gleich geht es wieder weiter. Bevor alle kommen, gehen wir noch mal die Stellen ab, an denen wir die Äpfel ernten dürfen. Wo stellen wir die Schütten hin? In welchem Abstand? Die 300 KG Obstschütten sind schon zwei Tage vorher angeliefert worden. Wir erwarten eine Menge Äpfel!

Schon kommen zwei Busse mit den Mitarbeitern des Vereins an. Ca. 90 Leute versammeln sich im Hof und  Jan Schierhorn und Svenja Weber begrüßen die Gäste, Jan stellt das Projekt vor und erklärt, wie die Ernteaktion abläuft.

Es werden Gruppen gebildet, Gruppensprecher ernannt und jeder nimmt sich einen Eimer, sodass der Weg zu den Apfelbäumen angetreten werden kann. Mittlerweile ist es nach ein Uhr nachmittags und die Sonne brennt bei bestem Wetter.

Unsere Mitarbeiter und die Feindts zeigen den neu angekommenen Pflückern um welche Äpfel es geht und wie man sie am besten von den Bäumen nimmt ohne dass man den Baum beschädigt. Die fehlende Erfahrung wird durch sehr große Motivation ausgeglichen, denn man sieht, in einer Gruppe geht es schneller und macht mehr Spaß. Das ist auch einer der Gedanken die hinter „Das Geld hängt an den Bäumen“ stehen: Mit Kooperation und Spaß viel erreichen.

Nach ca. einer Stunde fahren die Spieler des Teams vom FC St. Pauli mit dem auffällig gestalteten Bus auf den Hof. Auch diese werden begrüßt und zu den Bäumen geführt. Unterwegs wird sich ausgetauscht und es gibt die Möglichkeit ein paar Fragen zu stellen. Man trifft schließlich nicht jeden Tag auf so viele Spieler einer hochklassigen Mannschaft.

In einer Ecke des Anbaugebiets sind schließlich noch einige Bäume mit den begehrten Äpfeln, so kann auch die Mannschaft zeigen das sie nicht nur auf dem Platz gute Ergebnisse erzielen können!

Irgendwie hat auch die örtliche Presse Wind davon bekommen, dass so viel Prominenz in der Gegend ist und zwei Journalisten stellen Fragen an den Trainer des Zweitligisten. Er stellt sich den Fragen geduldig während seine Profis die letzten Äpfel vorsichtig von den Bäumen nehmen.

Die letzten zwei Schütten sind bald voll und die Mannschaft macht sich auf den Weg zurück zum Hof. Dort warten die Mitarbeiter von „Das Geld hängt an den Bäumen“ und verteilen Getränke und Apfelkuchen. Es ergibt sich eine lockere Atmosphäre unter den Erntehelfern, denn jeder weiß: Heute hat er etwas für einen guten Zweck getan.

Die Mannschaft bei der Ernte

Bevor die Mannschaft abfährt, werden noch Fotos gemacht, eine Sonderedition von Apfelsaftkisten signiert und Trikots unterschrieben. Und schon fahren die Partner des Social Days ab. Wir müssen noch die Tische und Bänke abbauen, die Produkte in den Wagen laden und natürlich die Ernte für den Transport fertig machen.

Wir sind:

Nach- haltig

Bei uns bleibt nichts liegen. Wir nutzen Obst, das sonst ungenutzt bliebe. Und machen Saft, den alle genießen können.